60 Jahre Gleichberechtigung – was hat’s uns gebracht?

Am 01. Juli 1958 trat das Gesetz in Kraft, das uns Frauen in Deutschland die Gleichberechtigung brachte: Artikel 3.2 des Grundgesetzes. Manches hat sich seitdem verändert, vieles nicht. Was haben uns 60 Jahre Gleichberechtigung tatsächlich gebracht? Haben wir Grund zu feiern?

Es wird uns immer vorgemacht, dass wir Frauen doch längst gleichberechtigt seien. Als Beispiele dafür werden Talkshowmoderatorinnen, die Bundeskanzlerin oder die erste Schiedsrichterin in der Fußball-Bundesliga der Männer herangezogen. Doch das ist Augenwischerei, denn es täuscht darüber hinweg, dass wir auch zwei Generationen nach Erlass des Artikels 3.2 GG immer noch kein bisschen gleichberechtigt sind. Denn die, die es in solche prominenten Jobs oder Führungspositionen schaffen, sind die ganz großen Ausnahmen, wo sie seit 60 Jahren längst die Norm sein sollten. Das zeigen auch die vielen „ersten Male“, die wir immer noch erleben müssen.

Die Pille! Was für eine Errungenschaft! – Wirklich?

Aber Zahlen helfen uns genauso wenig weiter, z. B. der Anteil der Frauen in der bezahlten Arbeitswelt, der seit den 1950er Jahren stark gestiegen ist. Denn weder sind die Gehälter für Frauen gleichberechtigt mitgestiegen (der Gender Pay Gap spricht Jahr für Jahr eine deutliche Sprache). Noch sind bspw. die Zahlen der Kindsväter, die sich vorrangig um den eigenen Nachwuchs in den ersten Lebensjahren kümmern, auch nur annähernd gleich hoch wie die der Kindsmütter.

Auch Errungenschaften wie die Pille sehen auf den ersten Blick klasse aus – hey, was für eine Befreiung der weiblichen Sexualität! Und guckt man genau hin, erkennt man: Die Pille hat bis heute für viel zu viele Frauen gravierende körperliche und seelische Auswirkungen. Und sie entlässt Männer völlig aus der Verantwortung selbst zu verhüten. Es ist doch schon erstaunlich, dass es seit der Erfindung der Medikamente noch nicht einen einzigen nennenswerten Versuch ein ähnlich sicheres Verhütungsmittel für Männer herzustellen gegeben hat, oder? Haben die nämlich auch nur ansatzweise solche Nebenwirkungen wie die Pille für die Frau, wird die Forschung abgebrochen. Und so richtig ernsthaft danach geforscht wird ja auch eigentlich gar nicht. Also liegt die Last nach wie vor bei den Frauen: Entweder riskieren sie schwanger zu werden oder teils starke Beeinträchtigungen in Kauf nehmen zu müssen. Hauptsache, der Mann kann seinen Spaß haben.

Nicht einmal ein Zentimeter von den 100 Kilometern, die noch vor uns liegen

So muss man jede Aussage, die zur Gleichberechtigung getroffen wird, grundsätzlich hinterfragen. Auf dem Papier sehen diese Aussagen immer super aus. Gleicht man sie aber mit unserer sehr komplexen Realität ab, dann wird klar: Ja, wir sind in den letzten 60 Jahren weitergekommen, aber genau genommen ist das nicht einmal ein Zentimeter von den einhundert Kilometern, die noch vor uns liegen. Denn wir sind nach wie vor nicht gleichberechtigt wie es uns das Gesetz zusichert. Elisabeth Selbert würde sich im Grab umdrehen.

Ist das nicht ein bisschen arg übertrieben?, fragst du dich jetzt vielleicht. Dann schau dir mal die folgende Liste an mit einigen der zahllosen Dinge, bei denen wir noch immer nicht gleichberechtigt sind, teilweise sogar extrem benachteiligt werden. Hier ein paar dieser Dinge, die mir ad hoc einfallen:

  • Frauen bekommen immer noch weniger Gehalt und Honorar, weil sie keine Männer sind.
  • Die Entscheidungen von Frauen werden immer noch häufiger angezweifelt und ihre Expertise seltener ernst genommen als die der Männer.
  • Frauen werden immer noch bei der Berufswahl benachteiligt. Selbst wenn sie genau gleich qualifiziert und erfahren sind, werden Männer sehr häufig noch immer automatisch als kompetenter eingestuft.
  • Berufe, die hauptsächlich von Frauen ausgeübt werden, haben noch immer in den Augen der Gesellschaft keinen Wert, der sich finanziell niederschlagen müsste. So kann es sein, dass eine Frau, die das angeblich Wertvollste anderer Leute, nämlich deren Kinder, betreut und erzieht, weniger Geld verdient als ein Gabelstaplerfahrer, der den ganzen Tag Wattebäuschchen stapelt.
  • Noch immer opfern Frauen in der Mehrzahl ihre Karriereoptionen den ersten Kinderjahren, damit überhaupt jemand von den Eltern die Kinder beim Aufwachsen begleitet. Während es Männern oft nicht einmal einfällt, einen Karriereknick oder Gehalts- und Rentenausfall bloß wegen der Kinder hinzunehmen.
  • Die Rente der Frauen liegt immer noch weit unter der der Männer, u. a. weil Letztere immer noch nicht dazu verpflichtet wurden, den Müttern ihrer Kinder, die sich um diese zum eigenen finanziellen und Karrierenachteil kümmern, als Ausgleich mindestens genauso hohe Rentenbeiträge wie in ihre eigene Rentenkasse einzuzahlen.
  • Wenn Männer von der Mutter ihrer Kinder und den Kindern getrennt leben, werden sie auch noch immer nicht mit allen Mitteln, die diesem Rechtsstaat zur Verfügung stehen, dazu gezwungen, den gesetzlich vorgeschriebenen Unterhalt für ihre leiblichen Kinder zu zahlen. Die Last liegt am Ende mehrheitlich bei den Müttern, ohne dass sie jemals einen Ausgleich von den Vätern dafür bekommen. 90% der Alleinerziehenden sind bspw. Frauen, 45% dieser Frauen müssen u. a. wegen der säumigen Kindsväter von Hartz IV leben.
  • Unter Männern ist es immer noch nicht üblich, Respekt vor Frauen zu haben. Sie betrachten Frauen häufig noch als Ware, als Deko, als einen hauptsächlich aus Brüsten bestehenden Gegenstand, den man(n) benutzen kann, wie man(n) gerade will.
  • Frauen können deshalb immer noch nicht im Dunkeln alleine unterwegs sein, ohne Angst haben zu müssen, von einem Mann überfallen zu werden.
  • Unter Männern ist es auch immer noch nicht üblich, irgendetwas gegen die massive Gewalt ihrer Geschlechtsgenossen gegen Frauen zu unternehmen. Die meisten derer, die sich ansonsten zu jedem nur denkbaren Thema in der Öffentlichkeit äußern, von den Platzhirschen bis zu den kleinen Twitterern, schweigen bei diesem Thema ganz konsequent.
  • Es wird noch immer automatisch in den Medien von „Familientragödie“ oder „Familiendrama“ gesprochen nicht von Mord, wenn ein Mann seine (Ex-) Frau und die gemeinsamen Kinder umbringt, bloß weil sie eine Frau ist und es gewagt hat, sich von ihm zu trennen. Es wird auch immer noch viel zu häufig von „Sex-Drama“ gesprochen, wenn ein Mann oder mehrere eine Frau vergewaltigt haben. Damit machen sich Medien tagtäglich noch immer mitschuldig daran, dass Gewalt gegen Frauen in unserer Gesellschaft und Justiz noch immer verharmlost wird.
  • Männer, die Gewalt gegen Frauen verüben, werden dafür in immer noch viel zu vielen Fällen geringer bestraft als bspw. für eine Steuerhinterziehung, selbst wenn die Justiz ausreichend Spielraum hätte, eine angemessene Strafe zu verhängen.
  • Frauen werden noch immer nicht weder im realen Leben noch im Internet vor der ganz alltäglichen verbalen und psychischen Gewalt durch Männer geschützt, da diese und ihre Folgen für die Frauen nicht ernst genommen werden. Selbst einige Frauen finden es ganz ernsthaft lustig, wenn Frauen begrapscht werden.
  • Auch Frauen, die sich öffentlich für Frauen und/oder gegen Rechtsextremismus engagieren, werden nicht ausreichend geschützt, weil in der Regel nicht oder nicht ausreichend dafür ausgebildete Männer darüber entscheiden, ob dieser Schutz nötig ist und ob die verantwortlichen Männer dafür zur Rechenschaft gezogen werden müssen.
  • Frauen werden von den Medien sehr viel seltener in die öffentliche Debatte einbezogen als Männer, sei es als Expertinnen, als Betroffene oder als Handelnde. Dadurch hat es immer noch den Anschein, Männer wüssten und könnten alles besser.
  • Selbiges spiegelt sich auch in der Preisvergabe vieler öffentlichkeitswirksamer und dadurch wirtschaftlich bedeutsamer Preise wider. Ein Beispiel: Der Leibniz-Ring-Hannover, der u. a. herausragende Leistungen würdigen will, wurde bislang an 14 Männer, aber nur 6 Frauen vergeben. Das sagt der Gesellschaft: Seht, die Leistungen von Männern sind grundsätzlich viel wertvoller! Dieser Bullshit zieht sich immer noch quer durch die Gesellschaft. Bei viel zu vielen anderen Preisen ist es nämlich kein bisschen anders; mehr dazu findest du in der Rubrik #nachgezählt.
  • Medien benutzen noch immer das generische Maskulinum, obwohl schon seit Jahrzehnten bekannt ist, dass es Frauen grundsätzlich ausschließt (mehr dazu in „Generisches Maskulinum – na und?“). Trotz diesbezüglicher Hinweise an die Redaktionen weigern sich die meisten schlichtweg Frauen gleichberechtigt zu benennen. Selbst der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der via Rundfunkstaatsvertrag auch dem Grundgesetz verpflichtet ist, verweigert sich der gleichberechtigten Darstellung in der Sprache.
  • Darüber hinaus stellen Medien Frauen und Männer auch in Bildern noch immer sehr klischeehaft dar. Wenn es um Nagellack geht, wird fast immer eine Frau gezeigt, während, wenn es um eine Schlagbohrmaschine geht, fast immer ein Mann gezeigt wird. Frauen werden oft als kreischende Furien inszeniert, Männer eher als die entspannten Biertrinker. Solcher sexistischer Mist sorgt dafür, dass uralte Stereotype weiterhin aufrecht erhalten werden, die Frauen ganz grundsätzlich und dauerhaft benachteiligen.
  • In der Werbung werden Frauen noch immer als Dekoration, als Klischee und für Frauen ebenfalls extrem benachteiligend dargestellt. Der Werberat jedoch, der diese Dinge anprangern sollte, ist dafür gar nicht gezielt ausgebildet. Er besteht außerdem aktuell (Stand Juni 2018) aus sieben Frauen und acht Männern, und die Vorsitzenden sind beide männlich. Wen wundert’s da, dass er einen erstaunlichen Anteil der gemeldeten sexistischen Werbung nicht beanstandenswert findet? Die Frau per se als Deko und Sexobjekt ist für den Werberat jedenfalls auch heute noch kein Grund, dagegen aktiv zu werden.
  • Frauen müssen für Waren oft erheblich mehr bezahlen als Männer, wenn diese Waren spezifisch als „für Frauen“ gelabelt oder in einer bunteren Farbe als grau oder schwarz gehalten sind, obwohl sie sich ansonsten nicht unterscheiden.
  • Noch immer darf in der Werbung gesagt werden: „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“, obwohl dies Frauen grundsätzlich ausschließt. Noch immer ist es gängig, Frauen nicht auf Formularen zu benennen. Selbst Formulare der öffentlichen Hand schließen Frauen aus (schau dir bspw. mal die Steuererklärungsformulare an).
  • Frauen müssen noch immer die Luxussteuer von 19% auf notwendige Artikel zur Monatshygiene (Binden, Tampons usw.) bezahlen und sind dadurch finanziell Männern gegenüber erheblich benachteiligt. Ihr finanzieller Verlust allein durch diese Kosten beträgt im Lauf ihres Lebens schon geschätzt um die 8.000 bis 10.000 Euro. Hinzu kommen Arbeitsausfälle aufgrund der körperlichen Folgen der monatlichen Blutungen, sowie dazu nötige Schmerzmittel und die Kosten der Langzeitfolgen dieser Einnahmen.
  • Noch immer schalten viel zu viele Männer auf Durchzug, wenn Frauen etwas sagen. Oder sie sagen anschließend genau das gleiche noch einmal und erhalten dann die Zustimmung, die eigentlich der Frau gebührt hätte. Das gilt übrigens auch für Feministen, die momentan so en vogue sind: Sie sagen genau dasselbe, was Feministinnen schon seit Jahrzehnten sagen, bekommen dafür aber nun den ganz großen Applaus und die Medienpräsenz, die den Frauen bislang verwehrt waren. Wodurch die alten Stereotype schön weiter aufrecht erhalten werden. Mehr dazu kannst du in „Der Sexismus hinter dem Hype um die neuen Feministen“ lesen.
  • Noch immer meinen viel zu viele Männer, so gut wie alles besser zu wissen und Frauen dementsprechend belehren zu müssen, selbst wenn die Frauen die Expertinnen beim Thema sind und Männer nicht einmal ansatzweise davon Ahnung haben. Selbst beim Thema Feminismus fangen sie nun an, sich als die viel besseren Feministinnen zu fühlen, s. o.
  • Wird eine Frau trotz Verhütung schwanger, erhält sie noch immer viel zu oft weder seitens des Kindsvaters noch seitens des Staates ausreichend Unterstützung, egal ob sie sich für oder gegen ein Kind entscheidet. Denn:
  • Noch immer haben Frauen in der Realität nicht genau das gleiche Recht wie Männer, selbst über ihren Körper zu entscheiden. Stattdessen werden sie von Gesetzgeber, Regierung, Kirchen und allen möglichen Gruppierungen nach wie vor gegängelt und bevormundet.
  • Bundesminister werden noch immer nicht ihres Amtes enthoben, nicht einmal offiziell gerügt oder unter Druck gesetzt sofort etwas zu ändern, wenn sie sich – wie aktuell Innenminister Horst Seehofer und Wirtschaftsminister Peter Altmaier – ganz bewusst dem Grundgesetz (in diesem Fall Artikel 3.2) verweigern und ihre Führungsriege ausschließlich aus Männern zusammenstellen.
  • Noch immer sind Frauen nicht zum Skifliegen zugelassen.
  • Nachtrag: Wenn spaßige Wortspielereien für „unbekannte Götter“ gesucht werden, fallen den meisten nur männliche Götter ein. Und Göttinnen haben meist einen negativen Zug. Du kannst dich unter #unbekannteGötter davon überzeugen.
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Ich könnte diese Liste noch ewig verlängern, denn es gibt so gut wie keinen Lebensbereich, in dem wir Frauen nicht benachteiligt werden. Schau Dir dazu nur einmal meine Rubrik #nachgezählt an und meine Artikel „Weltmädchentag – Warum belügen wir die Mädchen immer noch?“ und „Frauentag abschaffen! Keine Förderung mehr für Mädchen!“, in denen ich auf viele weitere dieser unfassbaren Missstände hinweise. Und wenn du schon dabei bist, lies dich ruhig durch dieses ganze Blog, lies auch unbedingt Anke Domscheit-Bergs Buch „Ein bisschen gleich ist nicht genug“ und Margarete Stokowskis „Untenrum frei“, und frag dich am Ende, wie gleichberechtigt du dich wirklich findest, nachdem du all das weißt.

Der Umbruch kommt nicht von allein – du musst dabei mitwirken!

Es heißt, der Mensch braucht zwei Generationen, um Veränderungen zu akzeptieren. Demnach müsste genau jetzt der ganz große Umbruch hin zur vollständigen Gleichberechtigung kommen. Doch kommt der natürlich nicht von allein. Freiwillig werden die meisten Männer ganz sicher nicht beiseite rücken. Erst recht nicht die ganzen mittelmäßigen bis unterirdischen, die ihre Jobs nur bekommen haben, weil sie Männer sind, und eben nicht weil sie wirklich dafür qualifiziert und die Besten sind.

Also bist du gefragt. Was willst du dir noch alles von den oben aufgelisteten Dingen und all den anderen, bei denen du als Frau benachteiligt wirst, gefallen lassen? Was davon willst du deinen Töchtern und Enkelinnen noch zumuten?

Aber wo soll ich bloß anfangen? – Ganz einfach!

Manche sagen: Das ist so viel, wo soll ich denn bloß anfangen? und verharren dann in der hilflosen Untätigkeit. Andere glauben, sie alleine könnten doch gar nichts ausrichten, aber das stimmt nicht. Im Grunde ist es nämlich wirklich einfach – du machst vieles davon tagtäglich und müsstest es nur um einen winzigen Hauch verändern, der aber viel bewirken kann. Du musst dein Leben auch nicht völlig auf den Kopf stellen.

Du kannst schon mit einem oder zwei Dingen beginnen etwas zu verändern.

Fang z. B. damit an, Frauen jetzt immer mitzusprechen. Sprache ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Diskriminierung der Frauen! Denn was wir nicht in Worten oder wortähnlichen Entsprechungen sprechen, schreiben und denken können, das existiert in unseren Köpfen nicht oder wird zumindest nicht greifbar. Erst wenn Frauen ganz selbstverständlich und explizit mitgesprochen, -geschrieben und -gedacht werden, werden sie auch wahrgenommen. Und erst dann können sich all die anderen Dinge dauerhaft ändern.

Steh für dich und deine Rechte auf!

Unterstütze die Frauen, die sich für Änderungen einsetzen wie z. B. Marlies Krämer oder auch dieses Blog, thea, das ich ehrenamtlich führe. Like feministische Postings in den Sozialen Medien, teile sie. Folge nicht nur den bekannten Feminist_innen, denn sie vertreten längst nicht alle Frauen. Auch die weniger bekannten brauchen Unterstützung.

Widersprich mit sachlichen Worten und Fakten den offensichtlichen Hater_innen genauso wie den vorgeblichen Frauenfreund_innen, die Postings von Feministinnen mit frauenfeindlichem, reaktionärem, rechtspopulistischem, oft sogar rechtsextremem Dreck zuspammen. Solidarisiere dich mit diesen Frauen, selbst wenn du nicht mit allem übereinstimmst, was sie sagen. Kommentiere bei ihnen und zeige Ihnen deine Unterstützung, wenn nicht in einem öffentlichen Kommentar, dann in einer privaten Nachricht, damit sie wissen, dass wir viele sind.

Steh zu dir selbst und deinen Rechten. Steh für dich und deine Rechte auf. Werde unbequem. Wehr dich, wenn du selbst Diskriminierung erfährst oder mitbekommst wie eine andere Frau diskriminiert wird. Protestiere, wenn in deinem Umfeld sexistische Sprüche über Frauen fallen. Lass das nicht alles unwidersprochen stehen. Trau dich!

Denn eins ist sicher: Wenn wir Frauen uns nicht ganz grundsätzlich solidarisieren, wird das nie etwas mit der Gleichberechtigung, auch nicht in zwei, 20 oder 200 Generationen.

Es geht nur zusammen.

 

Birte Vogel

Birte Vogel ist freie Journalistin und Autorin und hat für ihre Arbeit mehrere Auszeichnungen erhalten. Sie schreibt Bücher und Texte für Unternehmen und sie coacht Sachbuchautor_innen von der Idee bis zum fertigen Buch. Mehr zu ihrer Arbeit gibt's auf https://nordsee-text.de. Möchtest du wissen, wie man ein Sachbuch schreibt? Hier gibt's zahlreiche Tipps: https://nordsee-text.de/magazin/.

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